Silly: Hallo Evi. Wo lebst du zurzeit, wie lange bleibst du und was machst du dort?

Evi:       Seit dem 15.08.2020 lebe ich in Craig bei einer Gastfamilie, zusammen mit meiner spanischen Gastschwester. Das liegt nordwestlich von Colorado und hat ca. 10.000 Einwohner. Ich bleibe hier für etwa 10 Monate und mache dieses Schuljahr ein „High School Jahr“ in den USA.

 

Silly: Und warum machst du das Jahr in der USA?

Evi:       Ich mache dies, weil ich schon IMMER auf eine amerikanischen High School gehen wollte, deren Sport und Kultur kenne lernen möchte. Ebenso interessiere ich mich für den amerikanischen „Way of life“ und möchte dazu auch noch die Gelegenheit nutzen um mein Englisch zu verbessern.

 

Silly: Wie war dein Flug?

Evi:       Mein Flug war ganz ok dafür, dass ich wirklich den ganzen Flug komplett alleine war. Manchmal war es schon schwer, da alle Flughäfen echt gigantisch groß sind und ich immer gefühlt jede zweite Person nach dem Weg fragen musste.

 

Silly: Flughäfen? An wie vielen warst du denn?

Evi:       Ich musste Zwei Mal umsteigen. Frankfurt – Newark (New York) – Denver – Hayden. Ich bin nach deutscher Zeit am Samstag um 10:30 Uhr in Frankfurt los geflogen und war am Sonntag um 5:00 Uhr in Hayden. Danach war ich dann auch platt, sodass ich erstmal schlafen gehen musste.

 

Silly: Wie ist es mit der Zeitverschiebung bei euch? Und wie kommst du damit zurecht?

Evi:       Die Zeitverschiebung beträgt hier –8 Stunden. Das heißt, wenn ihr schlafen geht, esse ich gerade Mittag. Bis ich mich an die Zeitverschiebung gewöhnt habe, hat es ca. fünf Tage gedauert. Immer wenn ich aufstehe habe ich Kontakt ui meinen Freunden in Deutschland bis ca. 14 Uhr (amerikanischer Zeit) und wenn ich schlafen gehe, so gegen 23 Uhr, stehen dann die meisten auf, weil sie zur Arbeit oder zur Schule müssen in Deutschland.

 

Silly: Was vermisst du schon ? Hast du schon Heimweh?

Evi:       Bis jetzt vermisse ich noch gar nichts, außer den Sport und meine Freunde natürlich. Heimweh hatte ich bis jetzt auch noch nicht. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass alles noch echt neu für mich ist.

 

Silly: Wie sieht es in Craig aus?

Evi:       Schon aus dem Flugzeug heraus war zu sehen, dass hier alles sehr trocken ist und es hier auch kaum regnet. Auch die Entfernung zwischen den Städten ist sehr groß und man fährt gefühlt durch ein Niemandsland. Alle Häuser sehen hier aus, wie in den Filmen und die meisten Bürger haben eine amerikanische Flagge vor dem Haus. Manchen haben auch eine Fanflagge von Trump, da die meisten hier Trump Anhänger sind. Man merkt auch, dass es hier viele arme Leute gibt, die in Trailern (Wohnwagen) leben, ebenso auch viele Reiche, welche in größeren Häusern wohnen. Amerikaner sind sehr religiös und gehen jede Woche in die Kirche.

Im Walmart (Lebensmittelgeschäft) kann man so wirklich alles kaufen, was das Herz begehrt und das auch noch in riesigen Portionen. Noch dazu besteht hier keine Maskenpflicht. Hier gibt es trockene berge, viele Antilopen, Rehe und auch viele Stinktiere.

 

Silly: Wie ist das Essen dort? Ist es so kalorienreich, wie man es sich vorstellt?

Evi:       Generell ist das essen hier 1000-mal besser als in Deutschland, aber dafür hat alles auch mehr Zucker und Fett. Da meine Gastmutter in einem Restaurant arbeitet, gibt es bei uns jedes Mal richtig leckeres Essen.

 

Silly: Wie warm ist es zurzeit bei euch? Und wie sieht dein Alltag aus?

Evi:       Bei uns sind es aktuell jeden Tag 34 Grad.

Morgens gehe ich oft raus und erkunde etwas die Stadt oder gehe joggen. Nachmittags gehen wir einkaufen und abends kommt oft Besuch vorbei oder wir kochen etwas zusammen. Mit meiner Gastfamilie sind wir schon oft rausgegangen und einfach durch die Gegend gefahren. Jeder Tag ist immer komplett anders, da mein Schulbeginn erst am 31.08.2020 stattfindet.
Wir haben hier schon viel unternommen, wie zum Beispiel am Lagerfeuer S´mores (Lagerfeuersnak) gemacht, sind zu mehreren Seen gefahren und waren im Fluss schwimmen.

Hier ist es auch üblich, dass man Rehe im Garten zu besuch hat. Ich habe mich riesig erschrocken, als am ersten Morgen ein Reh bei uns im Garten stand.

Ansonsten ist die Gastfamilie echt lieb und witzig und kümmert sich gut um uns Austauschschüler.

Evi (16) goes to Colorado (USA) – Teil 1

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